, und vom 18. April 1996 ‑​ VfGBbg 11/96 ‑,​ LVerfGE 4, 159, 163 f; BVerfG, Beschluss vom 11. Dezember 2018 ‑​ 2 BvE 1/18 ‑​, BVerfGE 150, 194-204, Rn. 18, www.bverfg.de !, m. w. N.; ebenso VerfG MV, Urteil vom 27. August 2015 ‑​ 1/14 ‑,​ Rn. 68, juris !). 247 Als rechtserhebliche Maßnahme kommt daher jedes Verhalten des Antragsgegners in Betracht, das geeignet ist, die Rechtsstellung der Antragstellerin zu beeinträch​ti​gen. Auch der Erlass eines Gesetzes kann eine solche Maßnahme sein, wenn es im Wider​spruch zu Verfassungsnormen steht und dadurch Rechte eines Beteiligten verletzt (vgl. zum entsprechenden § 64 BVerfGG BVerfG, Beschluss vom 25. November 1998 ‑​ 2 BvH 1/92 ‑,​ BVerfGE 99, 332-337, Rn. 28, www.bverfg.de !). Es ist jedoch nur der Erlass eines Gesetzes als Maßnahme im Organstreit überprüfbar (zum Bundesrecht st. Rspr. des BVerfG, Urteile vom 13. Februar 2008 ‑​ 2 BvK 1/07 ! ‑,​ BVerfGE 120, 82125, Rn. 82, m. w. N., und vom 4. Juli 2007 ‑​ 2 BvE 1/06 ! ‑,​ BVerfGE 118, 277-401, Rn. 188, m. zahlr. N., Beschluss vom 23. Januar 1995 ‑​ 2 BvE 6/94 ! ‑,​ BVerfGE 92, 80-91, Rn. 27, www.bverfg.de, Urteil vom 19. Juli 1966 ‑​ 2 BvE 1/62 ‑,​ BVerfGE 20, 119-134, Rn. 37, juris !), nicht aber das Gesetz selbst (grundlegend BVerfG, Urteil vom 5. April 1952 ‑​ 2 BvH 1/52 ! ‑,​ BVerfGE 1, 208-261, Rn. 44 f, Beschluss vom 25. November 1998 ‑​ 2 BvH 1/92 ! ‑,​ BVerfGE 99, 332-337, Rn. 19, juris; jüngst z. B. auch VerfGH NRW, Beschluss vom 7. Juli 2020 ‑​ VerfGH 88/20 ‑,​ Rn. 52, juris !; ebenso Barczak, in: ders., BVerfGG: Mitarbeiterkommentar zum Bundes​ver​fas​sungs​gerichtsgesetz, 2018, § 64 Rn. 10; Hillgruber/​Goos, Verfassungs​prozess​recht, 3. Auflage 2011, Rn. 360; Umbach, in: Umbach/​Clemens/​Dollinger, Bundes​ver​fas​sungs​gerichts​gesetz, Mitarbeiter​kommentar, 2. Auflage 2005, §§ 63, 64 Rn. 139 m. Fn. 152). Soweit in den Beschlüssen des Bundesverfassungsgerichts vom 23. August 2005 (2 BvE 5/05, BVerfGE 114, 107-121, Rn. 32, www.bverfg.de !) und vom 17. Septem​ber 2013 (2 BvR 2436/10, BVerfGE 134, 141-202, Rn. 184, www.bverfg.de !) miss​ver​ständlich (ebenso Barczak, in: ders., BVerfGG: Mitarbeiterkommentar zum Bundes​ver​fas​sungs​gerichtsgesetz, 2018, § 64 Rn. 10 m. Fn. 24) jeweils von einem „Gesetz als Maßnahme im Sinne des § 64 Abs. 1 BVerfGG“ die Rede ist, steht dies dem Gesagten nicht entgegen. Die Entscheidungen verweisen ihrerseits auf die ständige, durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 5. April 1952 ‑​ 2 BvH 1/52 ‑, ​BVerfGE 1, 208-261, begründete Rechtsprechung, die den Erlass eines Gesetzes als Maßnahme nach § 64 BVerfGG bezeichnet, wollen aber ersichtlich gerade nicht davon abweichen. 248 Das Verfassungsgericht kann im Organstreitverfahren lediglich feststellen, ob die streitige Maßnahme gegen eine bestimmte Vorschrift der Landesverfassung ver​stößt (§ 38 Abs. 1 VerfGGBbg), nicht aber, dass eine Norm gegen Vorschriften der Landes​verfassung verstößt und damit nichtig ist (vgl. zum entsprechenden § 67 Satz 1 und 2 BVerfGG BVerfG, Urteil vom 13. Februar 2008 ‑​ 2 BvK 1/07 ‑,​ BVerfGE 120, 82-125, Rn. 147, www.bverfg.de !). Der Organstreit eröffnet keine objektive Beanstan​dungs​klage (BVerfG, Beschlüsse vom 11. Dezember 2018 ‑​ 2 BvE 1/18 ! ‑​, BVerfGE 150, 194-204, Rn. 18 m. w. N., und vom 15. Juli 2015 ‑​ 2 BvE 4/12 ! ‑,​ BVerfGE140, 1-42, Rn. 58, www.bverfg.de). Eine solche unterliegt als abstrakte Normenkontrolle vielmehr gemäß § 39 VerfGGBbg besonderen Zulässig​keits​voraus​setzungen im Hinblick auf die möglichen Antragsteller. 249 b. Nach diesen Grundsätzen ist der gegen das Paritätsgesetz selbst gerich​tete Antrag unzulässig, mit dem die Antragstellerin beantragt, „festzustellen, dass Artikel 1 [des Paritätsgesetzes] gegen die Verfassung des Landes Brandenburg […] verstößt, die Antragstellerin in ihren Verfassungsrechten aus der Verfassung Bran​den​burgs verletzt und nichtig ist.“ Der Antrag ist zwar formal auch als Feststel​lungs​antrag formuliert, der Sache nach aber auf die Nichtigerklärung des Paritäts​gesetzes bzw. der geänderten Vorschriften des BbgLWahlG gerichtet (vgl. BVerfG, Beschluss vom 18. Februar 2016 ‑​ 2 BvE 6/15 ‑, BVerfGE 141, 182-186, Rn. 17, www.bverfg.de !). Er richtet sich mithin in

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